Heckenbeck wehrt sich gegen eine geplante 380 kV Freileitung (Stand 24.03.2018)

Im Dezember 2017 hat die zuständige Landesbehörde dem Plan der Netzbetreiberin Tennet zugestimmt, eine 380 kV  Höchstspannungsfreileitung zwischen Wahle und Mecklar zu bauen. Diese führt an Bad Gandersheim, Heckenbeck, Hilprechtshausen und  Erzhausen vorbei. Also direkt vor unserer Haustür.

Am 27.03.2018 soll bei Einbeck der erste Spatenstich für diese Trasse gemacht werden. Wird der Bau wie geplant umgesetzt, bedeutet das großen Veränderungen für das Landschaftsbild, die Natur und uns Menschen. Wir wissen nicht, was die Trasse für unsere Gesundheit und für unser lebendiges Dorfleben bedeutet.

Zudem förder der Leitungsbau den Transport von Kohlestrom und den internationalen Stromhandel. Eine nachhaltige, sinnvolle, dezentrale   Energiewende wird behindert. Wenn die Leitung in Betrieb genommen wird, bekommt Tennet eine garantierte Eigenkapitelrendite von 9%.

Wir ziehen vor Gericht

Naturschutzverbände, die Stadt Einbeck und die Betreiberin des Pumpspeicherkraftwerks haben Klagen beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Ebenso werden zwei Bürger*innen aus Heckenbeck in Zusammenarbeit mit dem  Verein „BÜRGER PRO ERDKABEL Harzvorland e.V.“ klagen, stellvertretend für uns Betroffene.

Im Erörterungsverfahren wurden von verschiedenen Seiten, auch von der Stadt Bad Gandersheim, eine bessere Streckenvariante vorgeschlagen, die weniger Menschen betrifft, keine Maststandorte im Leine-Überschwemmungsgebiet hat und Erzhausen nicht mit Leitungen „umzingelt“.

Im Entscheidungsverfahren der Behörde wurde diese Variante weder ausreichend geprüft, noch anders berücksichtigt. Für die Klage wird u.a. auf diese unzureichende Variantenabwägung Bezug genommen.

Die Kläger*innen brauchen Unterstützung!

Natürlich kostet das Gerichtverfahren Geld. Durch den Einsatz von vielen engagierten Menschen im Verein und außerhalb, durch Aktionen, z.B. ein Konzertabend auf der Domfestspielbühne, gibt es ausreichend Spenden, um die ersten Schritte der Klage gut gehen zu können. Vielen Dank an alle, die bisher Geld gespendet haben!

Voraussichtlich wird noch weiteres Geld benötigt, z.B. für Gutachten und Verfahrenskosten. Wir gehen davon aus, dass – je nach Verfahrensausgang – im Frühjahr 2019 zwischen 5000 und 15000 Euro benötigt werden. Wir möchten nicht, dass zwei mutige Menschen am Ende alleine auf den Kosten sitzen bleiben. Die Idee ist: Viele Menschen spenden einen Betrag. Aber nicht jetzt, sondern nur wenn die Kosten wirklich anfallen. Um das Planen zu können, bitten wir um Absichtserklärungen für Spenden.

Das bedeutet: Sie entscheiden sich jetzt, ob und wieviel Sie im Fall der Fälle spenden möchten. Wenn die Gesamtkosten fest stehen wird errechnet, wieviel Prozent von jeder einzelnen Spendenzusage benötigt wird. Sie werden dann über Ihren errechneten Anteil – der höchstens bis zu der von Ihnen genannten Summe geht – informiert und bekommen die Kontonummer, auf die das Geld überwiesen werden kann.

Aktuell wurden über diese Internetseite bereits 850 Euro an Spendenzusagen angekündigt!

Rückfragen an spenden@heckenbeck-online.de  oder Telefon 05563 960282.

Wenn Sie die Kläger mit einer Spendenzusage unterstützen möchten, dann tragen Sie sich bitte in das folgende Formular ein! Vielen Dank.

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